„Piratenaktivitäten und bewaffnete Überfälle sind eine ernsthafte Bedrohung für das Leben der Seeleute, die Sicherheit, das Seeverkehrsgewerbe und die Sicherheit der Küstenstaaten. Ich fordere alle betroffenen Akteure dazu auf, sich engagiert für die Bekämpfung dieses Phänomens einzusetzen und dauerhafte Lösungen für dieses gravierende Problem zu finden, das die gesamte internationale Gemeinschaft betrifft.“

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission

 


PiraT ist ein Verbundprojekt, das sich dieser Herausforderung stellt.

Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen dabei nicht nur die weltweit zunehmenden Piratenüberfälle. Auch das Risiko terroristischer Anschläge auf Einrichtungen der maritimen Wirtschaft wird untersucht und analysiert.

Die deutsche Wirtschaft ist von diesen Risiken in besonderer Weise betroffen, da Deutschland den Großteil seiner Waren über den Seeweg bezieht bzw. exportiert. Darüber hinaus betreiben deutsche Reedereien die größte Containerflotte weltweit – und beklagen die höchste Anzahl von Angriffen durch Piraten.

Vor diesem Hintergrund streben wir an, ein Gesamtkonzept maritimer Sicherheit zu entwickeln, bei dem politikwissenschaftliche Risikoanalysen und technologische Sicherheitslösungen mit rechtlichen und wirtschaftlichen Lösungsvorschlägen verknüpft werden. Übergreifendes Ziel ist dabei, ressortübergreifende staatliche Handlungsoptionen zur zivilen Stärkung der Seehandelssicherheit zu erarbeiten.

Auf dem Weg dorthin möchten wir mit PiraT eine Plattform bieten, auf der sich Wissenschaft, Politik und Wirtschaft austauschen können. Bedrohungsperzeptionen, Erwartungen und Bedürfnisse unterschiedlichster betroffener Akteure sollen reflektiert und miteinander abgeglichen werden, um ein abgestimmtes und kohärentes Vorgehen auf gemeinsamer Basis zu ermöglichen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert PiraT im Rahmen des Forschungsprogramms für die zivile Sicherheit zur Bekanntmachung „Sicherung der Warenketten“ (www.sicherheitsforschungsprogramm.de) mit knapp einer Millionen Euro. Das Projekt hat eine Laufzeit von 33 Monaten und und sollte im Dezember 2012 enden. Es wurde bis einschließlich März 2013 verlängert.

Wissenschaftliche Vollpartner:

  • das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) (Projektleitung- und Koordination)
  • das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin
  • die Technische Universität Hamburg-Hamburg (TUHH)
  • die Bucerius Law School (BLS), Hamburg
  • das Institut für strategische Zukunftsanalysen (ISZA) der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Stiftung (Unterauftragnehmer des IFSH) 

Assoziierte Verbundpartner:

  • der Verband Deutscher Reeder (VDR)
  • der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
  • die deutsche Sektion der Internationalen Handelskammer (ICC)
  • die JWA-Marine GmbH
  • das kriminalistische Institut 11, Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus (KI11 FTE)
  • die Gewerkschaft der Polizei (GdP)
 
 

Seit April 2013 kooperiert das IFSH mit dem Maritimen Cluster Norddeutschland:

 

Neuerscheinung 

Piraterie und maritimer Terrorismus als Herausforderungen für die Seehandelssicherheit Deutschlands



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IFSH - Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg
DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Technische Universität Hamburg-Harburg

Institut für strategische Zukunftsanalysen der Carl-Friedrich von Weizsäcker Stiftung UG

Institut für strategische Zukunftsanalyse